Mein September 2021: Viel Arbeit, viel Bewegung, viel Erfüllung

Mein September fing gut an. Nämlich auf dem Segelschiff. Als einzige Frau mit fünf weiteren Männern. Passend zu meinem Hundepo-Kalender, hätte ich während dieser Tage genug Bildmaterial für einen Männerpo-Kalender gehabt.

Aber auch diese Tage gingen zu Ende und ich trat meine Rückfahrt während der Bahnstreikzeit voller Zuversicht an. Und am Ende des Tages hatte ich wirklich Glück und reiste mit einem leeren ICE Richtung Frankfurt, wo ich eine halbe Stunde früher als geplant ankam.

Zurück ging es sofort an die Arbeit. Und richtig ruhig ist es seitdem nicht mehr geworden. Ich werde versuchen es zu erzählen:

#1 Viel Arbeit und viel Erfüllung: Branding für die International Max Planck Research School on Cellular Biopysics

Schon früh besprochen und immer mal wieder vorangetrieben: Aber nun musste es Ruckzuck gehen – das visuelle Erscheinungsbild für das Doktorand:innen-Programm des Max-Planck-Instituts für Biophysik, in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität Frankfurt, der Johann Gutenberg Universität Mainz und dem Frankfurt Institute of Advanced Studies.

Meine Idee, die Initialen IMPRS aus Protein- und anderen molekularen Strukturen zu bilden gefiel und so verbrachte ich Tage damit, die Idee umzusetzen:

  1. Bei den Wissenschaftlern nachhaken, die mir vorher zugesagt hatten, für mich entsprechende molekulare Proteinstrukturen zu suchen bzw. zu bauen und zu zu senden.
  2. Die Dateien im 3D-Programm der Wissenschaftler:innen, öffnen und visuelle Darstellung definieren und justieren.
  3. Die Dateien in im 3D-Programm für Designer:innen öffnen und visuelle Darstellung definieren und justieren.
  4. Das Plakat designen, abstimmen, Feedback einholen, freigeben lassen und feinjustieren.
  5. Für die Merchandising-Artikel eine zweidimensionale Version des Motivs erstellen.
  6. Merchandising-Artikel designen, druckfertig machen und in Produktion geben.
  7. Ausplotten, Schneiden und Aufhängen der Plakate in den umliegenden Hochschulgebäuden.
  8. Das Bildmaterial für Instagram erstellen.
  9. Instagram-Posts erstellen und publizieren.
  10. Fotos und Videos von den Veranstaltungen machen, bearbeiten und auf Social Media zu posten
Gar nicht so einfach, das Motiv auch in Klein funktionieren zu lassen. Für verschiedene Druckverfahren wird eine Mindestlinienstärke benötigt. Es benötigt unzählige Zwischenschritte und Entscheidungen, bis das endgültige Logo in den Druck gegeben werden kann. Alles geschieht unter Zeitdruck, denn die Produktion braucht seine Zeit und die Merchandising-Artikel sollen rechtzeitig zur Eröffnungsveranstaltung fertig sein.

Auch wenn der Prozess wie immer ein schmerzhafter ist – das Feinjustieren von visuellen Material ist immer wieder eine Pein – erfreue ich mich am Ergebnis und gucke es mir immer wieder gerne selbst an.

#2 Viel Bewegung bei Gesund in MeinerStadt

Die UX-Designer Patrizia, Marc, Diana und Simone stoßen als Interessierte dazu, außerdem Tanja, eine befreundete technische Redakteurin. Texterin Catrin und Wirtschaftspsychologe Julian ziehen sich zurück, bis es etwas konkretes zu tun gibt und bis sie wieder mehr Kapazitäten für das Projekt haben. Nabil und ich erstellen die Fragen für den Test und Marc hilft bei der Umsetzung des digitalen Fragebogens.

Simone, Marc und ich treffen uns zum ersten Mal Live! Schulhausverwalter Nabil stellt uns dafür die wunderbaren Räumlichkeiten seiner Schule zur Verfügung.

Ich treffe mich mit Alix Puhl, deren 16-jähriger Sohn sich letztes Jahr während einer Depression das Leben genommen hat. Alex setzt sich seitdem für Aufklärung und Entstigmatisierung an den Schulen ein. Von Alix höre ich das, was ich so oft höre: „In der Klinik haben sie uns nach Hause geschickt, ohne jegliche Informationen. Wir wurden völlig alleingelassen mit der Situation und wussten auch nicht so recht, was wir den Geschwistern zu Hause sagen sollten. Ein Zettel mit ein paar kurzen Informationen hätte uns sehr geholfen. In so einer Situation fehlte uns einfach die Zeit und Kraft, uns ausführlich einzulesen.“

Außerdem: „Wir kannten niemanden in unserem Freundes- und Bekanntenkreis, die Erfahrung mit solch einer Situation hatten, mit denen wir uns hätten austauschen können. Im Nachhinein gab es natürlich viele. Nur leider wussten wir nichts davon, weil keiner darüber gesprochen hat.“

Die Geschichte von Alix bestärkt mich wieder dabei, mich mit der Idee zu befassen, Informationsmaterial für die Kliniken zu erstellen.

Weil Leute im Team kommen und gehen, frage ich mich oft, was ich besser machen kann als „nichtoffizielle“ Teamleiterin? Wir haben uns zwar darauf geeinigt, dass es bei uns nicht wirklich eine Leitung gibt, allerdings verspüre ich bis jetzt immer noch eine gewisse Erwartungshaltung (ob sie nun von mir selbst kommt oder auch von den anderen, weiß ich noch nicht), die Termine anzukündigen, zu dokumentieren und die Dinge voranzutreiben.

Zum Beispiel habe ich den KickOff-Workshop nach Feedback von anderen aus dem Team, weniger als interaktive Session, sondern nahezu als Vortrag umgesetzt, was ich im Nachhinein bedauert habe, weil es dadurch das Teamgefühl nicht wirklich gefördert hat.

Es ist eine Herausforderung, eine gewisse Kontinuität reinzubringen und die Energie in der Gruppe und am Ende auch bei mir selbst aufrecht zu erhalten. Und oft gebe ich dem schlechten Start die Schuld daran. Auf der anderen Seite weiß ich natürlich, dass hier viele andere Aspekte mit reinspielen: die Tatsache, dass wir das alle nebenberuflich machen und auch viele andere Dinge in unserem Leben passieren: Job, Urlaub, Hochzeit, Rechtsstreits und nicht zuletzt die eigene Gesundheit und die Gesundheit und der Tod von nahestehenden Angehörigen.

Am Ende sind es meine eigenen Gedanken und ich kenne die Gedanken der anderen nicht dazu. Ich nehme mir vor, sie zu fragen. Simone, meine Sparring-Partnerin aus unserer Mastermind-Gruppe der Wirtschaftsjunioren, sagte dazu: „Du hast es ausprobiert, ist doch gut! Jetzt hast Du gemerkt, dass es für Dich so nicht funktioniert und nächstes Mal machst Du es eben anders.“

Ich schreibe den Artikel „Wie finde ich Menschen mit denen ich mich austauschen kann?“ Und stelle darin unseren ersten Kooperationspartner „Helpcity“ vor. Er ist noch weiter ausbaubar, aber es freut mich, dass wir nun einen weiteren Schritt gemacht haben und langsam ein wunderbares Angebot nach dem anderen vorstellen.

#3 Viel Bewegung bei meinen gesundheitlichen Zielen

Ich hatte mir für das 3. Quartal vorgenommen, meine sportliche Betätigung zu verdoppeln. Und tatsächlich, in der letzten Septemberwoche habe ich das fast geschafft. Statt einer halben Stunde bin ich nun eine Stunde pro Woche zum Laufen gegangen. Und statt nur auf den Rückweg vom Büro mit dem Fahrrad zu fahren, habe ich das Fahrrad nun auch für den Hinweg genommen.

Außerdem habe ich mich nach Wassersport-Vereinen umgeschaut, die Segeln anbieten und bin bei einem Verein auf offene Arme gestoßen. Das Schnupper-Segeln war schön gewesen. Ich habe Frankfurt aus einer ganz anderen Perspektive kennen gelernt. Es war allerdings auch etwas lahm gewesen, da es auf dem Main nicht viel Wind gibt. Die Leute waren mir allerdings so sympathisch gewesen, dass ich mir trotzdem vornehme, es eine Weile zu versuchen.

Auch habe ich mir vorgenommen, wieder regelmäßig zum Chor zu gehen. Das habe ich in den vorangegangenen Monaten seit Beginn meiner Arbeit beim Max Planck Institut nicht mehr geschafft. Ich habe es geschafft, und ich bin sehr froh darüber. Es erfordert Planung und Disziplin, rechtzeitig mit der Arbeit aufzuhören und für genügend Essen zu sorgen, das ich abends im Büro essen kann, bevor ich mich von dort aus direkt zum Chor aufmache. Aber es lohnt sich! Ich habe schon immer gerne gesungen, die Frauen sind nett und danach fühle ich mich immer viel ausgeglichener und ich trainiere noch nebenbei meine Stimme.

Was ist sonst passiert?

  • Ich lasse mich durch das Kunstprojekt von Maiken Laackmann führen
  • Ich besuche das Konzert von
  • Ich besuche die Abschlussveranstaltung der KI-Weiterbildung mit einer Podiumsdiskussion mit sehr inspirierenden Expertinnen
  • Folgende Artikel schreibe ich:

Was nehme ich mir für den nächsten Monat vor?

Im nächsten Monat beginnen die Einführungswochen des Doktorand:innenprogramms. Ich werde mich zusammen mit meiner Kollegin Melek um die visuelle Dokumentation der Veranstaltung kümmern und um die Umsetzung der Social-Media-Kommunikation.

Ich nehme mir vor, die Teammitglieder von Gesund in MeinerStadt vor Ort vermehrt persönlich zu treffen.

Ich werde mich nach Segelkursen umschauen, denn um die Boote des Vereins nutzen zu können, muss ich einen Segelschein haben. Außerdem schaue ich mir das Paddeln an, in der Hoffnung, dass es mir gefällt, ich noch etwas sportlicheres als das Segeln machen kann und dass ich das auch in der kalten Jahreszeit machen kann.

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By Shau Chung Shin

I am a designer, businesswoman and founder of HAHAHA Global and Gesund in MeinerStadt. I develop solutions and products that encourage an open and positive approach to taboos. In doing so, I contribute to a healthier and more peaceful world.

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