12 von 12: Ein Tag im November 2021

Ein Tag im November. In 12 Bildern. Es ist eine alte Blogger-Tradition, jeweils am 12. jedes Monats den Tag in 12 Bildern zu dokumentieren. Seit August habe ich es nicht mehr geschafft. Zu beschäftigt war ich und auch die technischen Mittel waren nicht vorhanden. Jetzt, mit meinem neuen Handy, ist es wieder einfacher.

Dieser Tag verlief anders als geplant. Und doch ist es ein typischer Tag in dieser Zeit. Ich wurde dadurch wieder daran erinnert, dass wir in einer Pandemie leben.

1/12: Der Antigen Test ist negativ. Gestern Abend habe ich die Nachricht erhalten, dass einer meiner Kontakte vom Wochenende positiv getestet worden ist und auch Symptome zeigt. Jetzt frage ich mich, ob ich noch einen PCR-Test mache, ins Büro gehe oder nicht. Und wenn ja, nur um meinen Rechner abzuholen.
2/12: Ich surfe noch ein bisschen und lese, was jemand in der Facebook-Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit paranoider Schizophrenie geschrieben hat. Die Schicksale erschrecken und berühren mich jedes Mal aufs Neue.
3/12: Ich benachrichtige alle meine Kontakte der letzten Tage. Anschließend recherchiere ich, wo ich am besten einen PCR-Test mache.
4/12: Auf geht’s zum Testcenter! Vor kurzem habe ich mir über eBay-Kleinanzeigen Snowboard-Klamotten geholt. Zeit, sie einzusetzen.
5/12: Meine Erwartungen werden erfüllt. Kein Mensch weit und breit. Ich komme sofort dran.
6/12: Weiter geht’s ins Büro. Ich fahre durch Gebiete, durch die ich noch nie gefahren bin. Es ist immer wieder schön, neues kennen zu lernen. Dies ist ein besonders schöner Abschnitt!
7/12: Auf dem letzten Abschnitt, kurz vor meine Arbeitsstätte, komme ich noch an diesen drei Baukränen im Nebel vorbei. Im Büro angekommen, vergesse ich dann Fotos zu machen. Sofort bin ich von meiner Arbeit total eingenommen.
8/12: Irgendwann schaffe ich es, mich loszueisen und mache mich auf den Heimweg. Frankfurt hat sich in letzter Zeit getan. Es gibt mehr und mehr Fahrradwege.
9/12: Trotzdem fühle ich mich als Radfahrerin nicht sicher. Ich träume seit meiner Kindheit von einer autofreien Stadt. So lange die Stadt noch von Autos dominiert wird, sorge ich dafür, dass ich von Autofahrer:innen gesehen werde.
10/12: Auf dem Weg nach Hause gehe ich noch bei Lidl einkaufen, in der Hoffnung, dort günstige Selbsttests zu ergattern. Natürlich finde ich auch noch weitere Dinge, die ich gebrauchen kann. In Sachen Plastikverpackung schneide ich bei diesen Einkauf sehr schlecht ab. Und die Antigentests gibt es auch nicht mehr. Ich fahre also weiter zur nächsten Apotheke.
11/12: Zu Hause angekommen, kümmere ich mich um den LinkedIn-Post für die neueste Publikation meines Arbeitgebers in der renommierten Wissenschaftszeitschrift Science. Diese Animationen der sich erweiternden und verkleinernden Zellkernpore sind sehr schön geworden und sind ein dankbares Motiv.
12/12: Am Ende des Abends bin ich so kaputt, dass ich meinem Mann und meinem Sohn für das gemeinsame Abendessen absagen muss, weil ich nur noch ins Bett möchte. Ich schreibe diesen Artikel, lese noch ein bisschen und kuschel mich mit einem Dubbeglas voller heißer Sojamilch ins Bett.
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By Shau Chung Shin

I am a designer, businesswoman and founder of HAHAHA Global and Gesund in MeinerStadt. I develop solutions and products that encourage an open and positive approach to taboos. In doing so, I contribute to a healthier and more peaceful world.

One comment

  1. Oh ja, am 12. November hast du viel “durchgemacht”. Gut siehst du aus in deinem Fahrradlook! Du strahlst mit der Zellkernpore farblich um die Wette. Außerdem hast du eine schöne Kamerafahrt gemacht. Fährst du auch bei Schnee mit dem Fahrrad zur Arbeit? Gibt es einen Bus? Schön, dass nach dem 12. November endlich Wochenende ist! Herzliche Grüße aus Berlin, Claudia

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